You are here:   Kultur > Literatur
  |  Login

Literatur

Minimize

Neuerscheinungen!

 
 

Berliner Landesbehörde für Integration und Migration veröffentlicht Armenier-Heft

Am 13. Juni 2005 veröffentlichte der Berliner Beauftragte für Integration und Migration, Günter Piening, in der von dieser Behörde herausgegebenen Reihe über die Minder-heiten Berlins ein der armenischen Gemeinschaft gewidmetes Heft. Es trägt den Titel "Armenier in Berlin - Berlin und Armenien".

     
In seinem Vorwort schreibt der Herausgeber:

"Die Geschichte der Armenier wird bis heute sehr stark von den Diasporagemeinden weltweit, vor allem natürlich in den Vereinigten Staaten und auch in Frankreich mitbestimmt. Eine Diaspora, die sich in erster Linie auf Verfolgung, Vertreibung und Ausrottungspolitik in den einstigen armenischen Siedlungsgebieten gründet, das zentrale historische Trauma der Armenier, das bis heute international nur unzureichend aufgearbeitet wird. Schmerzlich ist dabei nicht nur für die Armenier, dass ihre Geschichte bis heute in Geschichtsbüchern oft nur am Rande gestreift wird und nach wie vor auf diplomatischem Parkett gestritten wird, ob der Völkermord an den Armeniern auch als solcher bezeichnet werden darf."



Aus dem Inhalt:

Stichworte zu drei Jahrtausenden armenischer Geschichte: Ursprung im frühgeschichtlichen Vorderasien / Geteiltes Land: Zerrissenheit zwischen stärkeren Nachbarn / Verlust und Wiedergewinnung der Staatlichkeit. / Identitätsbewahrung dank Christianisierung. / Kasten: Mesrop Maschtoz und sein Werk./ Kasten: Global und ökumenisch: Die Armenisch-Apostolische Kirche. / Armenien und seine Diaspora. / Vernichtung und Überleben./ Kasten: Abschiedsbrief eines Berliner Armeniers an Dr. Johannes Lepsius. Wie ein Vogel aus der Asche? Postsowjetische Wachstumsprobleme./ Berlin schreibt armenische Geschichte : Der Berliner Kongress 1878, die Internationalisierung der Armenischen Frage sowie Löffel aus Papier und Eisen. / Ferne Stimmen: Armenierfreunde und Armeniergegner an der Spree: Johannes Lepsius: Helfer und Ankläger. / Turkophile Gegenstimmen: Hans Barth und Ernst Jäckh. / Propagandisten des liberalen Imperialismus: Friedrich Naumann und Paul Rohrbach. / Im Namen der Menschenrechte, des Antiimperialismus und des Friedens: sozialistische und pazifistische Standpunkte./ "Über die armenische Frage wird am besten geschwiegen": Deutschland und die Armeniervernichtung im Ersten Weltkrieg./ Kasten: Augenzeuge und Fürbitter - der Schriftsteller Armin T. Wegner./ Kasten: Eine jüdische Stimme zum Völkermord an den Armeniern - Edgar Hilsenrath und seine Vorgänger. / Berlin als Tatort: Armenische Vergeltungsmorde. / Kasten: Dogan Akhanli: Reisewege und Alpträume./ Armenisches Berlin: Selbstporträts: Die Armenische Gemeinde zu Berlin e.V./ Die Gemeinde der Armenisch-Apostolischen Kirche zu Berlin e.V./ Umfrage unter armenischen Berlinern. / Die Deutsch-Armenische Gesellschaft./ Berlin als Studienort./ Berlin als Zufluchtsort. / Kasten: Yelda: Der Mörder starb nicht in San Francesco, sondern in Berlin./ Kasten: Das armenische Jahr: Die wichtigsten Gedenk- und Feiertage./ Entdeckungsreise durch das Armenische Berlin. / Kasten: Retterin von Zwangsarbeitern: Nektar Wischneski (geb. Wardanjan)./ Berlin als Zentrum der Armenistik und Armenologie: Armenistische und armenologische Sammlungen./ Anmerkungen. / Weiterführende Literatur: Eine Auswahl./ Bildnachweis./ Adressen. / Autorenverzeichnis.


Buchinformation:

Tessa Hofmann:


Armenier in Berlin - Berlin und Armenien


Mit Beiträgen von Dogan Akhanli und Yelda


104 S. Zahlr. Abb., Ktn.


ISBN: 3-938352-05-1



Zu beziehen bei:


Beauftragter des Senats für Integration und Migration


Potsdamer Straße 65


10785 Berlin


Preis: 3,00 € (zzgl. Portokosten bei Versand)

);